27.09.94 - Wernigeröder mit Fotopapier in Köln

"Orwo" aus Wolfen oder "Noble" und "Schneider-Praktica" aus Dresden: Die Reihe der Aussteller aus den neuen Bundesländern bei der Photokina in Köln ist nicht breit gefächert. Dennoch macht bei der weltweit größten Messe für Fotoartikel auch ein Wernigeröder Betrieb auf sich aufmerksam.

Am "Orwo-Stand" kann der Besucher erfahren, daß nach der treuhandbedingten Schließung des "Orwo-Fotopapierwerkes" in Dresden weiterhin das Universal-Barytpapier hergestellt wird: Und zwar in Wernigerode. Das aus dem Fotopapierwerk Wernigerode hervogegangene Unternehmen "Banse und Grohmann" läßt dieses Barytpapier nach original "Orwo-Rezeptur" emulsionieren und konfektioniert sie dann in den eigenen Räumen. Über Orwo kann das Papier auf der Photokina auch bestellt werden.

"Wir selbst waren vier Tage auf der Photokina und konnten wichtige Kontakte knüpfen", berichtet Dieter Grohmann, einer der zwei Geschäftsführer des Unternehmens. In zwei Jahren wolle der Harzer Betrieb, vielleicht gemeinsam mit zwei, drei Partnern aus Sachsen-Anhalt einen eigenen Stand betreiben, kündigte Grohmann an. Diesmal informierte das Geschäftsführer-Duo die potentiellen Kunden am "Orwo-Stand", aber eben nicht über den gesamten Zeitraum.

Dieter Grohmann freut sich, daß sich sein Unternehmen im Aufwind befinde. "Wir bieten jetzt auch progressive Bildbearbeitung an und zwar bis zum Poster in der Größe DIN A0." Für diesen Zweck legte sich das Unternehmen einen der neuen großen Farbdrucker zu, die von "Hewlett Packard" auf der Photokina angeboten wurden. Sie drucken auch Farbfotos mit hoher Qualität aus.

zurück zur Übersicht

16.10.95 - Einstiges Fotopapierwerk blieb weiter im Geschäft

Ein Beispiel für eine gelungene Privatisierung findet sich im Ostharz. Die Banse und Grohmann GmbH Wernigerode schaffte auf Anhieb und ohne Partner aus dem Westen den Sprung in die Marktwirtschaft.

Mit einem Umsatz von rund drei Millionen Mark rechnet die Banse und Grohmann GmbH Wernigerode für 1995. Das aus dem einstigen Fotopapierwerk hervorgegangene Unternehmen will damit seinen seit 1992 erfolgreichen Weg in neuen Marktsegmenten weiter bschreiten. Geschäftsführer Bernd-Dieter Banse unterstreicht dabei die wirtschaftlich stabile Lage des Betriebes. Seit der Privatisierung wurden schwarze Zahlen geschrieben. Der Start in die Marktwirtschaft sei ohne Partner aus dem alten Bundesgebiet geschehen.

Das Wernigeröder Unternehmen war der letzte Fotopapierproduzent auf dem Gebiet der DDR. Sinkender Absatz machte allerdings eine Produktionsverlagerung nach Tschechien nötig, um noch effektiv arbeiten zu können. Von hier aus wird der Bedarf abgedeckt. Die nach wie vor unter dem Warenzeichen Orwo verkauften Fotopapiere werden nach in Wernigerode entwickelten Technologien hergestellt und in der Harzstadt konfektioniert. Darunter befinden sich inzwischen moderne Papiere auf Plastbasis.

Banse registrierte in den zurückliegenden Jahren wieder steigende Absätze bei Schwarzweiß-Fotochemikalien im Profi- und Amateurbereich. Ergänzt wird das Angebot von Papier durch Verarbeitungsmaterialien aus dem einstiegen Orwo-Kombinationsbetrieb in Calbe. Er stellt weiterhin nach Orwo-Rezepturen unter anderem Entwickler und Fixierbäder her.

Probleme für sein Unternehmen sieht Geschäftsführer Grohmann mit den ungeklärten Verhältnissen bei Orwo Wolfen. Eine Privatisierung könnte Probleme bei der weiteren Nutzung des Markenzeichens Orwo bringen. Die Einführung eines neuen würde bislang nicht absehbare Kosten verursachen. Mit dem Ende der Filmproduktion in Wolfen denkt man in Wernigerode über die Einführung einer eigenen Hausmarke bei Filmen nach, die ebenfalls in Tschechien gefertigt werden könnte.

Bereits 1904 wurden in der Harzstadt erste fotografische Platten produziert. In den 30er Jahren wurden unter den Markennamen Turaphot Papiere und Filme hergestellt. Ab 1948 war das Unternehmen ein Volkseigener Betrieb und später einer der kleinsten Betriebe des Orwo-Kombinates. Die klassische Fotopapierproduktion in Wernigerode wurde 1990 eingestellt. Das Werk hatte damals einen seiner Schwerpunkte in der Konfektionierung von Mikrofiches, die praktisch in das gesamte RGW-Gebiet geliefert wurden. Rund 30 Prozent machte damals der Export aus.

zurück zur Übersicht

Oktober 1996 - Banse und Grohmann GmbH ab Januar 1997 mit neuem Warenzeichen

Am Stand der Primax-Foto-Handelsgesellschaft informierte die Firma Banse und Grohmann GmbH aus der Harzstadt Wernigerode über ihr Angebot an Schwarzweiß-Fotopapieren und ihr Filmsortiment. Es wird gegenwärtig noch unter dem Warenzeichen Orwo vertrieben, erhält ab Januar 1997 das neue Warenzeichen "wephota" (Wernigeröder Photopapiere und Filme).

Damit wird an vergangene erfolgreiche Zeiten der Fotopapierproduktion in Wernigerode angeknüpft. Fotopapiere aus der Harzmetropole waren unter dem ähnlich klingenden Namen "Vephota" in der ehemaligen DDR sehr erfolgreich. Mit der Einbeziehung des Fertigungsstandortes (We=Wernigerode) in das neue Warenzeichen wollen b+g bewußt auf ein ostdeutsches Produkt aufmerksam machen.

Mit dem neuen Warenzeichen soll wieder ein Baryt Brillant Sortiment auf den Markt kommen. Ab Januar 1997 werden auch neue Schwarzweiß-Foto- und Planfilme (wephota NP 22, NP 27) und neue Negativfilme (u.a. wephota PAN 100, PAN 400, T 200, T 806) aus Wernigerode erhältlich sein. Banse und Grohmann bieten auch fototechnische Filme und Fotoplatten für die Nutzung in Wissenschaft und Technik an.

Das SW-Fotopapiersortiment aus dem Harz erfüllt höchste Ansprüche professioneller Fotografen und ist für die Nutzung im Rahmen der Pressefotografie ebenso geeignet wie für rein künstlerische Zwecke. Banse und Grohmann arbeiten eng mit der Calbe Fotochemie GmbH zusammen, die vor allem für ihren hervorragenden Feinkornentwickler (A 49), aber auch für andere bewährte Fotochemikalien bekannt ist.

zurück zur Übersicht

11.03.97 - Wernigeröder Fotopapier für die USA und Schweden

1904 wurden in Wernigerode die ersten fotografischen Platten produziert. Seither ist die Photochemie hier heimisch, bis 1990 als Orwo-Photopapierwerk. Unter dem neuen Namen "wephota" ist der Wernigeröder Betrieb der letzte Fotopapierproduzent in Ostdeutschland.

Für Fotopapier aus Wernigerode hat dieses Jahr eine neue Ära begonnen. Nach der Privatisierung der Orwo-Filmfabrik in Wolfen kann das Unternehmen nun sein traditionelles Markenzeichen nicht mehr nutzen. Rund 30 Jahre lang lieferte es seine Erzeugnisse unter dem Namen "Orwo" aus. Nunmehr steht auf den Produkten der Banse und Grohmann GmbH Wernigerode "wephota".

Es ist nicht das erste Mal, daß man sich in der wechselvollen Geschichte der Firma an einen neuen Namen gewöhnen mußte. Ob "Begro", "Turaphot" oder "Vephota", in den Packungen steckte stehts Schwarz-Weiß-Fotopapier, dessen Produktion 1990 eingestellt wurde.

Der letzte Fotopapierproduzent auf dem Gebiet der DDR plant in diesem Jahr einen Umsatz von insgesamt 3,6 Millionen Mark, rund eine Million davon im traditionellen Fotobereich, sagt Geschäftsführer Dieter Grohmann. Nach der Wende erfolgte eine konsequente Trennung von eigenen Produktionslinien, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Sinkende Absatzzahlen machten diesen Schritt nötig, um eine effektive Arbeit zu sichern.

Nach Wernigeröder Rezepten wird Fotopapier auf dem internationalen Markt wie beispielsweise Tschechien gefertigt. Darunter befinden sich moderne Papiere auf Plastbasis, Zuschnitt und Verpackung erfolgen im eigenen Betrieb.

Die steigenden Absätze bei Schwarz-Weiß-Fotomaterial bringen auch für andere Produkte einen Boom. Vier Sorten Kleinbildfilme bietet die Firma an, ebenso fototechnische Filme für die Druckindustrie.

Bei Planfilmen rechnen sich die Wernigeröder auf längere Zeit einen stabilen Absatz aus. Hier sieht Grohmann für kleinere Anbieter eine Chance, zumal der Bedarf beispielsweise in der Qualitätskontrolle der Metallurgie da ist.

Eine erhöhte Nachfrage nach dem vor einigen Jahren als Auslaufmodell gehandelten Schwarz-Weiß-Fotomaterial gibt es nicht nur im Profibereich, sondern auch bei den Amateuren. Aus diesem Grund hat b+g auch Chemikalien aus dem einstigen Orwo-Kombinatsbetrieb in Calbe im Angebot. Er stellt nach wie vor nach Orwo-Rezepturen unter anderem Entwickler und Fixierbäder her.

Die Konfektionierung von Mikrofiches bestimmte in den Jahren vor der Wende das Profil des Fotopapierwerkes. Das Erzeugnis wurde praktisch ins gesamte RGW-Gebiet geliefert. Damals betrug der Exportanteil an der Gesamtproduktion rund 30 Prozent. Diese Nische soll weiter bedient werden. Aber auch hier wird bei anderen Markenfirmen für Wernigerode produziert.

Das Konzept von Banse und Grohmann hat sich bewährt. Seit der Privatisierung 1992 wurden schwarze Zahlen geschrieben. In die Marktwirtschaft gelang der erfolgreiche Sprung ohne Partner aus dem alten Bundesgebiet. Die beiden Inhaber stürzten sich bei ihrem Engagement auf lange Traditionen auf dem Sektor Fotografie. Bereits 1904 wurden in der Harzstadt die ersten fotografischen Platten produziert. Ab 1948 war das Unternehmen VEB und später einer der kleinsten Betriebe des Orwo-Kombinates.

Mit dem Einbruch speziell auf osteuropäischen Märkten sank die Zahl der 230 Mitarbeiter drastisch. Neben der Banse und Grohmann GmbH mit derzeit 23 Mitarbeitern gründete sich auf dem Betriebsgelände noch das neue Druckhaus Wernigerode.

b+g hat sich inzwischen auch als reprografischer Fachbetrieb am Markt etabliert. Neben dem Handel mit Fotomaterial, das unter anderem in die USA, nach England, Österreich, Bulgarien und Schweden geliefert wird, betreibt die Firma in der Region mehrere Niederlassungen. Sie fungieren als technisches Büro, fertigen Lichtpausen, Kopien unterschiedler Art aber auch Plotterzeichnungen und Lithos an. Am Unternehmenssitz wird forciert in die digitale Bildverarbeitung investiert.

zurück zur Übersicht

September 1997 - Schwarzeiß in blühender Landschaft, Qualität aus dem Harz

Ein ostdeutsches Unternehmen baute auf seine Qualität, fand seine Nische - und begeht den 5. Geburtstag - Herzliche Gratulation nach Wernigerode.

Das mit der blühenden Landschaft sieht man hier je nach Jahreszeit, nicht so sehr nach politischer Wetterlage. Selbst bei rosigen Aussichten wissen die zwei eindrucksvollen Erscheinungen der Geschäftsführer der b+g GmbH, Bernd-Dieter Banse und Dieter Grohmann, wahrscheinlich nur zu gut, das sie immer selbst zugreifen müssen, das sich nichts von allein bewegt. Gefühlsausbrüche scheinen nicht ihre Art zu sein, Einfühlsamkeit aber allemal.

Seit 1904 ist das idyllische Harzstädtchen Wernigerode der Standort der Fabrik fotografischer Papiere Bergmann & Co. Dieses traditionsreiche Unternehmen lieferte seine Fotopapiere und fotogafischen Platten unter den Namen Begro, Turaphot, Vephota und bis vor kurzem ORWO in die ganze Welt. Schwarz-weiß-Fotopapiere aus Wernigerode standen stets für hohe Qualität und wurden auf Grund ihrer guten Verarbeitngseigenschaften viel gelobt.

Das Wernigeröder Fotopapierwerk hat eine bewegte und wechselhafte Geschichte hinter sich. Es war bis zur Wende einer der kleinsten Betriebe des ORWO-Kombinates und wurde bereits 1948 Volkseigentum. Zu DDR-Zeiten wurden hier SW-Fotopapiere produziert und Mikrofiches konfektioniert, die in die gesamten sozialistischen Länder exportiert wurden. Die Produkte waren nach der Westöffnung zeitweise überhaupt nicht mehr gefragt - die Produktion brach zusammen. zusätzlich erschwerte die Zerstückelung des ORWO-Kombinates die Überlebenschancen des Betriebes.

Wernigerode wird oft als Tor zum Harz bezeichnet, Romantik pur sozusagen. Da verdrängt man nur allzuleicht den Gedanken daran, daß auch dort eine Industrie Brot und bescheidenen Wohlstand gebracht hatte - und zugleich die ach so romantischen Häuschen von Menschen wie Dir und mir bewohnt wurden, die auch gern ein Bad genommen hätten - doch da war oft der Denkmalschutz oder wer auch immer vor. Wer heute zur b+g GmbH kommt, kann diese und andere Brüche der Geschichte und vor allem die der Menschen bemerken.

Als das völlige Aus für Wernigerode drohte, gründeten Bernd-Dieter Banse und Dieter Grohmann, selbst bis dahin im Wernigeröder Werk tätig, die b+g Banse und Grohmann GmbH. Um zu überleben, wurde die Firma völlig umstrukturiert. So erfolgte eine Loslösung von zwar traditionsreichen, aber unwirtschaftlichen Produktionslinien. Nun wird das bewährte SW-Fotopapier aus ökologischen Gründen in Osteuropa gegossen. Zu den heutigen osteuropäischen Partnern hatte das Unternehmen schon immmer gute Kontakte und besaß enge Kooperationsbeziehungen. Gegossen wird nach Originalrezepten.

So konnte und kann bis heute das Harzer Unternehmen lückenlos die beliebten und bewährten klassischen Baryt-Papiere Universal B (in fünf Gradationen) und Polygrade (von weiß-glänzend bis matt oder Seidenglanz) und Fotoleinen anbieten. Auch gehören die PE-Papiere (Universal Speed) zum Angebot des Unternehmens. Neuerdings bietet b+g vier SW-KB- und Rollfilme an: wephota PAN 100, PAN 400, T 200 und T 800. Ebenfalls werden die Spezialfilme FU 5 und FO 5 angeboten.

Das Produktprofil wird ergänzt durch wissenschaftlich-technische Fotoplatten und die Konfektionierung von Planfilmen für Fachkameras (NP 22, NP 27).

Die b+g Fotopapiere können in allen marktüblichen Entwicklern verarbeitet werden. Traditionell gibt es enge Verbindungen zur Calbe-Fotochemie GmbH, deren Produkte als Ergänzung und Abrundung des Angebotes ebenfalls vermarktet werden.

b+g Produkte werden seit 1997 unter dem neuen Namen "wephota" vertrieben. Dabei steht das neue Warenzeichen für Wernigeröder Fotopapiere, knüpft an bewährte Traditionen an (Vephota), will andererseits aber auf seine Herkunft aufmerksam machen. Nach wie vor ist die Firma in der Marktnische Zuschnitt von Mikrifiches aktiv. Diese Tätigkeit soll ausgebaut werden.

Keine Idylle erwartet den Kunden, der die wahrscheinlich auch gar nicht wünschen würde, sondern solide Sachlichkeit und fachkompetente Beratung werden geboten. In hellen freundlichen Räumen - krasser Gegensatz zu der langsam in sich zusammenfallenden Villa auf dem angrenzenden Hof - erinnert wahrlich nichts an einen Chemiebetrieb von früher. Computer, Plotter und Kopierer sowie vielerlei anderes technisches Gerät bestimmen nicht nur das Bild, sondern auch die heutigen Bilanzen der beiden ideenreichen Geschäftsführer.

Erfreulich ist, daß das Unternehmen seit seiner Privatisierung 1992 schwarze Zahlen schreibt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Annahme, die SW-Fotografie sei ein Auslaufmodell, sich nicht bewahrheitet hat. Im Gegenteil stößt SW-Fotomaterial bei Profis und Amateuren gleichermaßen wieder zunehmend auf Interesse - was die Nachfrage belegt.

"Und was bei uns nicht gefagt ist, verkaufen wir erfolgreich in den USA", so Dieter Grohmann im Gespräch, "so zum Beieispiel Planfilme, die bei uns konfektioniert werden. Der dort vorherrschende Trend mit großen Kameras zu arbeiten, kommt uns hier zugute." Doch auch in Großbritannien, Österreich, Schweden und Bulgarien herrscht reges Interesse am großen Film.

Auf dem Binnenmarkt ist der Bekanntheitsgrad naturgemäß in den neuen Bundesländern am größten, doch die Nachfrage "aus dem Westen" steigt. Ein wesentliches zweites Geschäftsfeld ist die Etablierung als Reprografischer Fachbetrieb für die Region, der auch modernste elektronische Bildbe- und -verarbeitung anbietet. Dazu kommen die Anfertigung von Plotterzeichnungen sowie professioneller Kopierservice.

Interessierte Fotofreunde können direkt in der Firma einkaufen, aber natürlich auch per Brief oder Fax bestellen. Bei Einkäufen über 500 DM wird ein Rabatt gewährt. Auf Wunsch schicken b+g gern einen Angebotskatalog zu.

zurück zur Übersicht

Februar 1998 - Neue Schwarz-Weiß-Filme aus Wernigerode auf dem Markt

Unter dem Markennamen "wephota" hat die Wernigeröder Foto-Konfektions- und Vertriebsfirma Banse + Grohmann GmbH einen neuen Schwarz-Weiß-Kleinbildfilm auf den Markt gebracht. Das Aufnahmematerial mit einer Lichtempfindlichkeit von 100 DIN ist vor allem für den Export in die Dritte Welt gedacht, wie Geschäftsführer Dieter Grohmann am Montag erklärte.

Für 1998 kündigte er zudem an, den Vertrieb von Spezialpapieren für Tintenstrahldrucker aufzunehmen. Sie würden ebenfalls unter eigenem Markennamen angeboten. Mit der Erweiterung der Sortimentspalette will die Wernigeröder Firma ihren 1997 erzielten Jahresumsatz von rund 3,5 Millionen Mark auch 1998 "zumindest erreichen", wie Grohmann sagte.

Die Banse + Grohmann GmbH ging aus der Wernigeröder Niederlassung des DDR-Kombinates Orwo hervor. Mit der Privatisierung hatte Wernigerode auch den Handel von Fotoplatten für Spektralanalysen, topografische Vermessungen und die Qualitätsprüfung übernommen. Kunden in ganz Europa würden mit diesen Materialien beliefert, erklärte Grohmann.

Rund 30 Jahre wurde zu DDR-Zeiten in der Harzstadt Fotopapier unter dem Namen "Orwo" produziert. Die Produktion lief 1990 aus. Seitdem wird nach eigenen Rezepten im Ausland produziert und in Wernigerode konfektioniert. Das Fotomaterial wird in über 20 Länder wie in die USA, nach England, Österreich, Bulgarien und Schweden geliefert. Zudem betreibt die Firma in der Region mehrere Niederlassungen. Sie fungieren auch als technische Büros, fertigen Lichtpausen und Kopien. Mit dem Einbruch speziell auf osteuropäischen Märkten sank nach 1990 die Zahl der einst 230 Mitarbeiter auf derzeit 24.

zurück zur Übersicht